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Nigerianische Dealer beherrschen den Kokainmarkt im Kreis 4

(Source: Tagesanzeiger, 27.11.08)

Westafrikanische Gruppen, die weltweit eng vernetzt sind, haben auch den Kokainhandel an der Zürcher Langstrasse in der Hand. Die Stadtpolizei spricht von einer Netzwerkkriminalität.

Zürich. – Den Drogenhandel der Neunzigerjahre auf dem Platzspitz und am Letten kontrollierten Libanesen, später drängten Türken und Händler vom Balkan auf den Heroinmarkt. Seit einiger Zeit beobachtet die Polizei ein neueres Phänomen: Westafrikaner, speziell Nigerianer, beherrschen den Drogenhandel im Langstrassenquartier und verkaufen als «Kügelidealer» Kokain. Trotz Kleinstmengen, die oft in Zellophanfolien verpackt im Mund zu den Kunden gebracht werden, machen die Händler grosse Umsätze. Nachdem der TA gestern darüber berichtet hatte, wie die Polizei mit Videoaufnahmen über Monate einzelne Dealer überwacht hat, gab die Stadtpolizei einen Teil dieser Bilder für die Medien frei.

Die Nigerianer-Communities sind in ganz Europa stark präsent und vernetzt. Dies erleichtert es den Dealern, sich im eigenen Umfeld problemlos zu bewegen und kriminell zu arbeiten. Als Drahtzieher im Kokainhandel sind sie auch in vielen afrikanischen Staaten präsent, ebenso in Südamerika und der Karibik. Gemäss Beat Ryhner, Fahndungschef der Stadtpolizei, arbeiten die Nigerianer in Netzwerkstrukturen und nicht in straff organisierten Banden. Sie sind in der Lage, Kokain in beliebigen Mengen direkt bei Grosshändlern in Südamerika und der Karibik zu beziehen und nach Europa sowie in die Schweiz zu bringen. Die Schmuggler transportieren das Kokain im Gepäck, am Körper befestigt oder agieren als sogenannte Schlucker oder Bodypacker – das Kokain wird in Kondomen oder Fingerlingen verpackt im Magen transportiert. In der Schweiz wird der Stoff von Strassenhändlern an die Konsumenten verkauft. Das aus Südamerika stammende Kokain gelangt vorwiegend über Holland und Spanien in die Schweiz. Auch Südafrika spielt eine immer wichtigere Rolle als Transit- oder Herkunftsland.

Heirat mit Schweizerinnen ideal

Die kriminellen westafrikanischen Gruppen sind in der Schweiz etabliert, wie die Bundespolizei im jüngsten Bericht über die innere Sicherheit schreibt. Merkmale seien eine ausgesprochene Professionalität, Innovation, Flexibilität und Opportunismus. Gemäss Ryhner liegen auch Meldungen vor, dass Nigerianer in China in Zusammenhang mit Produktpiraterie und gefälschten Medikamenten aktiv sind. Ryhner stellt fest: «Abgesehen von den Chinesen gibt es keine international kriminell tätige Ethnie ausser den Nigerianern, welche praktisch global vertreten ist.» Ein wichtiger Punkt für die starke Etablierung in der Schweiz ist die Heirat mit Schweizerinnen. Dadurch haben viele der Dealer die B-Bewilligung (Jahresaufenthalt) oder C-Bewilligung (Niederlassung). Das gleiche Phänomen war vor einigen Jahren bei den Dominikanern zu beobachten, die den Kokainhandel beherrschten. Sie reisten anfänglich als Touristen ins Land und bekamen durch Heirat rasch eine Aufenthaltsbewilligung, oder sie sind mittlerweile schon Schweizer Bürger geworden.(TA)

Voila comment la genereuse politique d'asile nous fait passer pour des couillons. Pas de droits de l'homme pour eux, et renvoi illico par parachute s'il le faut!


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